Futures-Kontrakte wie USDT-Margin-Futures ermöglichen es Tradern, sich in Kryptowährungen zu positionieren, ohne den Basiswert zu besitzen. Das Prinzip ähnelt Derivaten auf Aktienindizes oder Rohstoffe: Der Anleger geht ein Risiko auf den künftigen Wert eines Vermögenswerts ein. Der Wert eines Krypto-Futures leitet sich daher von dem digitalen Asset ab, das er abbildet – etwa Bitcoin oder Ethereum.
Das Wichtigste am Handel mit Krypto-Futures ist, dass er Anleger vor ungünstigen Marktbedingungen schützen kann. Beim Leerverkauf verkauft ein Trader zunächst teuer und kauft später günstiger zurück, um die Preisdifferenz zu verdienen. Krypto-Futures erlauben es Marktteilnehmern also, unabhängig von der Kursrichtung des Basiswerts zu verdienen.
Weil der Derivatehandel mit hoher Volatilität einhergeht, müssen Trader ihre Risiken umsichtig steuern. Es ist entscheidend, die Grundlagen von Krypto-Futures zu verstehen, bevor man Geld einsetzt.
Wie funktionieren Krypto-Futures?
Digitale Assets stehen vor ganz eigenen Herausforderungen, von hoher Volatilität bis zu negativer Presse. Manche Trader nutzen genau diese Volatilität zu ihrem Vorteil.
Das Wichtigste beim Handel mit Krypto-Futures: Sie gehen lediglich ein Risiko auf Kursbewegungen ein und halten keine echte Kryptowährung.
Schauen wir uns ein vereinfachtes Beispiel an!
Als BTC bei 40.000 US-Dollar notierte, eröffnete John eine Long-Position im Futures-Markt, Sarah dagegen eine Short-Position. Danach stiegen die Kurse, und beide entschieden sich, bei 45.000 US-Dollar glattzustellen. In diesem Szenario muss Sarah der Börse den Verlust von 5.000 US-Dollar ausgleichen (45.000 – 40.000 = 5.000 US-Dollar), da ihr Trade im Minus liegt. John erzielt umgekehrt einen Gewinn von 5.000 US-Dollar.
Grundbegriffe des Krypto-Futures-Handels
Trader machen sich in der Regel mit den zentralen Begriffen rund um Krypto-Derivate vertraut, um besser zu verstehen, was diese Finanzprodukte bieten.
Hier sind einige Begriffe, die Ihnen helfen, ein erfolgreicher Krypto-Derivate-Trader zu werden.
Hebel
Der Futures-Handel ist dank des verlockenden Hebels ausgesprochen kapitaleffizient.
Um 1 BTC am Spotmarkt zu kaufen, bräuchten Sie beispielsweise mehrere tausend US-Dollar. Mit Hebel eröffnen Sie eine Long-Position auf BTC über einen Futures-Kontrakt dagegen für einen Bruchteil davon.
Beim Spot-Handel gibt es keinen Hebel: Haben Sie nur 100 USDT in Ihrer Spot-Wallet, können Sie sich auch nur Bitcoin im Wert von 100 USDT leisten.
Margin-Anforderungen
Um eine Futures-Position zu eröffnen, ist eine Initial Margin nötig. Im Futures-Konto ist das der Prozentsatz des Nominalwerts der Position, der durch USDT oder eine andere Sicherheit gedeckt sein muss.
Die Maintenance Margin ist dagegen der Mindestbetrag, den Anleger vorhalten müssen, um ihre Positionen offen zu halten. Sie wird laufend überprüft und fließt in die Berechnung der Margin-Auslastung ein.
Erreicht ein Trader die Grenze der Maintenance Margin, wird die offene Position geschlossen.
Funding Rates
Perpetual Contracts im Kryptobereich werden nicht wie klassische Futures abgerechnet. Deshalb brauchen Börsen einen Mechanismus, der dafür sorgt, dass Indexpreis und Futures-Preis regelmäßig zusammenlaufen – die Funding Rate.
Berechnet wird sie aus der Preisdifferenz zwischen Spot- und Futures-Markt. Je nach offener Position zahlen Anleger Funding oder erhalten es, was sich auch nachteilig auswirken kann.
In einem überhitzten Bullenmarkt können die Funding Rates zum Beispiel steigen, sodass das Halten von Long-Positionen für Trader teurer wird.
Vor- und Nachteile des Futures-Handels
Lukrative Aktivitäten wie der Futures-Handel haben stets zwei Seiten. Hier die Vor- und Nachteile dieser Krypto-Derivate.
Vorteile
Krypto-Futures erlauben es Ihnen, gegen den Markt zu wetten. Sie können long oder short gehen und so in beide Richtungen verdienen.
Mit Hebel erzielen Trader ein hohes Exposure in einem Asset zu einem Bruchteil seines Gesamtwerts.
Futures werden häufig zur Absicherung von Spot-Positionen genutzt, was jedem Anlageportfolio zugutekommt.
Nachteile
Da die Richtung eines Assets nie garantiert ist, kann die hohe Volatilität der Kryptomärkte für Trader Segen und Fluch zugleich sein.
Ein Hebel kann große Verluste verursachen, besonders bei Einsteigern ohne solide Risikomanagement-Strategie.
Fazit
Der Handel mit Krypto-Derivaten ist ein bequemer Weg, auf den künftigen Wert digitaler Assets zu spekulieren. Wer das nötige Wissen und ein solides Risikomanagement mitbringt, kann damit profitabel arbeiten.
