Dafür gibt es fünf Gründe.
Eines der größten Probleme für Trader sind Fehler, von deren Existenz sie gar nichts wissen. Denn manche menschlichen Neigungen fühlen sich im eigenen Verhalten durchweg positiv an. Deshalb merkt man nicht, wie stark sie am Ende das Ergebnis unter dem Strich beeinflussen.
In diesem Artikel schauen wir uns einige der Gründe an, warum selbst erfahrene Trader schlecht handeln. Lesen Sie weiter.
Selbstüberschätzung
Wenn erfahrene Trader anfangen, sich ihrer Sache zu sicher zu sein, handeln sie in der Regel zu aggressiv oder schlicht zu viel. Das ist einer der häufigsten Gründe, warum selbst die besten Trader der Welt scheitern.
In einer Studie aus dem Jahr 1999 erzielten die aktivsten Trader beispielsweise eine jährliche Portfoliorendite von rund 11,4 %, während die am wenigsten aktiven auf 18,5 % kamen. Das ist nur einer von vielen Hinweisen darauf, dass wir uns irgendwann alle überschätzen. Die Selbstüberschätzung tritt vor allem in diesen Formen auf:
Overconfidence Bias: Das ist ein emotionaler Bias, denn Profis glauben, ihre Anlageklassen vollständig im Griff zu haben. Die Folge: Ein erfolgreiches Investment wird den eigenen Fähigkeiten zugeschrieben. Genau deshalb geraten selbst die besten Marktteilnehmer der Welt in Fälle von Anlagebetrug.
Self-Attribution Bias: Dieser Bias zeigt sich vor allem darin, dass Trader Verluste auf äußere Umstände schieben, Gewinne aber dem eigenen Handeln zuschreiben. Es ist eine Form der Selbstaufwertung oder des Selbstschutzes, die schnell zu schlechteren Ergebnissen führt. Das Gegenmittel: Fehler konsequent protokollieren und einen Mechanismus schaffen, der Sie dafür in die Verantwortung nimmt.
Herdentrieb
Der Herdentrieb bedeutet nach Ansicht vieler Experten, dass Trader glauben, sie müssten unbedingt im Markt positioniert sein, um erfolgreich zu sein. Je mehr Analysten und Trader also darauf setzen, dass sich der Markt in eine bestimmte Richtung entwickelt, desto profitabler erscheint diese Richtung.
Manchmal erspart Ihnen das tatsächlich eine Menge Ärger. Denken Sie trotzdem selbst und analysieren Sie die vorliegenden Handelssignale eigenständig.
Information Bias
Dieses Phänomen tritt auf, wenn Trader immer weitere Informationen suchen, obwohl diese Informationen kaum Einfluss auf das Ergebnis haben. Für Trader kann der Information Bias teuer werden.
Läuft ein Trade nicht wie erhofft, machen Sie sich womöglich Vorwürfe, bestimmte Dinge nicht verstanden zu haben. Der Trade sei nur deshalb gescheitert, weil Ihnen eine Kleinigkeit fehlte, die sich vermeiden ließ.
Am Ende glauben Sie, Sie könnten das künftig verhindern, indem Sie mehr Material lesen, mehr Bücher kaufen und an mehr Webinaren teilnehmen – in der Hoffnung, den Markt dann besser zu verstehen.
Dabei übersehen wir, dass der Verlust gar nicht daher rührt, dass wir zu wenig über den gesamten Prozess wissen. Und so enden viele Trader frustriert über einen gescheiterten Trade.
Überwältigt vom Vogel-Strauß-Effekt
Strauße stecken den Kopf in den Sand, um mögliche Gefahren nicht wahrnehmen zu müssen. Ein gutes Beispiel für den Vogel-Strauß-Effekt sind Raucher, die weiterrauchen, obwohl sie um die Schäden wissen.
Beim Trading ist es ähnlich. Erleidet ein Trader einen Verlust, steckt er lieber den Kopf in den Sand, statt den Verlust zu akzeptieren und weiterzumachen. Was heißt das konkret? Als erfahrener Trader denken Sie vielleicht, der beste Weg, den Markt auszutricksen, sei das Verbilligen des Einstiegskurses.
Also stocken Sie Verlustpositionen mit neuen Käufen auf. Andere ziehen ihren Stop-Loss weiter weg oder streichen ihn ganz. Das sind Rezepte für die Katastrophe.
Outcome Bias
Menschen beurteilen die Qualität einer Entscheidung meist nach dem Ergebnis. Den Weg dorthin blenden wir gern aus. Sie können morgens gut gelaunt aufwachen und den Lotto-Hauptgewinn kassieren – das macht den Lottoschein noch lange nicht zu einem der klügsten Schritte Ihres Lebens.
Der Outcome Bias ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen beim Trading fast zwangsläufig scheitern. Wir handeln so schlecht, weil uns die Ergebnisse zu falschen Schlüssen verleiten. Angenommen, Sie entscheiden sich, Ihren Trading-Plan zu ignorieren, und folgen Ihrem Bauchgefühl. Geht der Trade auf, werfen Sie den Plan womöglich ganz über Bord. Dass es reines Glück war, vergessen Sie dabei. Halten Sie sich immer an Ihren Trading-Plan.
Fazit
Auch wenn Menschen dazu neigen, schlecht zu handeln, ist das kein unabänderliches Schicksal. Sie können diese Gründe nutzen, um sich weiterzubilden und schon heute die richtige Entscheidung zu treffen. Und Sie können anfangen zu üben. Programmieren Sie Ihr Gehirn neu und denken Sie wie ein Trader. Dafür ist es nie zu spät!
Nachdem wir nun akzeptiert haben, dass wir als Menschen schlecht im Trading sind, sprechen wir darüber, wie sich mit künstlicher Intelligenz Geld verdienen lässt. KI verarbeitet in deutlich kürzerer Zeit weit mehr Daten als ein Mensch. So kann sie Positionen eröffnen und schließen, ohne den Marktbewegungen hinterherzulaufen. Wir treten in die Ära des KI-Tradings ein – verpassen Sie sie nicht. Lernen Sie HafizeBot kennen und erfahren Sie, wie Trading mit künstlicher Intelligenz funktioniert.
