Tipps für den Handel mit Kryptowährungen

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Tipp 1. Habe für jeden Trade einen Grund

Das klingt vielleicht selbstverständlich, doch für den Einstieg in den Kryptohandel brauchst du einen klaren Grund. Ob du Daytrading betreiben oder scalpen willst – es muss einen Anlass geben, warum du überhaupt mit Kryptowährungen handelst. Der Handel mit digitalen Währungen ist ein Nullsummenspiel: Dir muss klar sein, dass jedem Gewinn ein entsprechender Verlust gegenübersteht. Einer gewinnt, ein anderer verliert.

Der Kryptomarkt wird von den großen Walen beherrscht – jenen, die Tausende von Bitcoin in die Orderbücher legen. Und was können diese Wale am besten? Geduldig sein. Sie warten darauf, dass ahnungslose Trader wie du und ich einen einzigen vermeidbaren Fehler machen und ihnen damit unser Geld in die Hände spielen.

Ob Daytrader oder Scalper: Manchmal ist es besser, bei einem bestimmten Trade gar nichts zu verdienen, als kopfüber in Verluste zu rennen. Aus unserer langjährigen Marktanalyse können wir dir gelassen sagen, dass du an manchen Tagen oder in manchen Phasen nur profitabel bleibst, indem du bestimmte Trades einfach auslässt.

Tipp 2. Setze Gewinnziele und nutze Stop-Loss

Falls du den Begriff Stop-Loss im Trading noch nie gehört hast, schau dir diesen Link an – er erklärt, worum es dabei geht.

Bei jedem Trade, in den wir einsteigen, müssen wir wissen, wann wir wieder aussteigen – ganz gleich, ob wir gerade Gewinn in Bitcoin machen oder nicht. Ein vernünftiges Stop-Loss-Niveau hilft dir, Verluste zu begrenzen; eine Fähigkeit, die bei den meisten Tradern äußerst selten ist.

Ein Stop-Loss ist nichts Zufälliges, und das Wichtigste dabei: Lass dich nicht von deinen Gefühlen leiten. Ein sehr guter Punkt für den Stop-Loss ist dein Einstandspreis. Hast du eine Coin beispielsweise für 1.000 US-Dollar gekauft, dann setze genau dort die Untergrenze, zu der du bereit bist, sie wieder abzugeben. So gehst du selbst im schlimmsten Fall mit dem aus dem Markt, was du ursprünglich investiert hast.

Dasselbe gilt für Gewinnziele: Wenn du dir vorgenommen hast, nach einem bestimmten Mindestgewinn auszusteigen, dann halte dich daran. Sei nicht gierig – das steht niemandem gut zu Gesicht!

Tipp 3. Willkommen bei FOMO!

FOMO ist die Abkürzung für die Angst, etwas zu verpassen. Sie ist einer der berüchtigtsten Gründe dafür, dass so viele Trader an diesem Handwerk scheitern. Von außen betrachtet ist es nie ein schöner Anblick, wenn andere binnen Minuten gewaltige Gewinne mit gepumpten Coins einfahren. Ehrlich gesagt mag ich solche Situationen genauso wenig wie du.

Eines aber kann ich dir mit Sicherheit sagen …

Hüte dich vor dem Moment, in dem die grünen Kerzen dich förmlich anzuschreien scheinen und dir zurufen, endlich einzusteigen. Genau dann lächeln die Wale, die ich vorhin erwähnt habe, und sehen dir dabei zu, wie du die Coins kaufst, die sie zuvor zu sehr niedrigen Kursen eingesammelt haben. Und was folgt in der Regel darauf? Diese Coins landen meist in den Händen kleiner Trader, und als Nächstes schießen wegen des Überangebots die roten Kerzen aus dem Boden – und schon fließen die Verluste.

Tipp 4. Steuere deine Risiken

Kleine Schweine fressen viel, große werden gefressen. Das gilt beim Handel mit Kryptowährungen ganz besonders für die Gewinne am Markt. Kluge Trader jagen niemals riesigen Gewinnen hinterher – nein, das tun sie nicht!

Sie warten lieber ab und sammeln kleine, aber sichere Gewinne aus regelmäßigen Trades mit HafizeBot AI Autotrading.

Investiere in einen weniger liquiden Markt lieber einen kleineren Teil deines Portfolios. Solche Trades verlangen mehr Geduld, und Stop-Loss wie Gewinnziel liegen dabei weiter vom Kaufkurs entfernt.

Tipp 5. Basiswerte sorgen für volatile Marktbedingungen

Die Kurse der meisten Altcoins hängen vom aktuellen Marktpreis des Bitcoin ab. Und Bitcoin wird an Fiatwährungen gemessen und ist ausgesprochen volatil.

Vereinfacht gesagt: Steigt der Wert von Bitcoin, fällt der Wert der Altcoins – und umgekehrt.

Wenn der Bitcoin-Kurs schwankt, ist der Markt meist unübersichtlich, und wie du dir denken kannst, hindert das die meisten Trader daran, klar zu erkennen, was am Markt gerade passiert. In solchen Phasen ist es ratsam, entweder enge Ziele für die eigenen Trades zu setzen oder schlicht gar nicht zu handeln.

Tipp 6. Kaufe nicht nur, weil der Preis niedrig ist

Die meisten Anfänger machen denselben Fehler: Sie kaufen eine Coin, weil deren Kurs niedrig wirkt oder sie sie für erschwinglich halten. Nimm etwa jemanden, der zu Ripple statt zu Ethereum greift, nur weil Ripple viel billiger ist.

Die Entscheidung, in eine Coin zu investieren, sollte sehr wenig mit ihrem Preis und sehr viel mit ihrer Marktkapitalisierung zu tun haben.

Genau wie klassische Aktien an ihrer Marktkapitalisierung gemessen werden, die sich nach der Formel aktueller Marktpreis × Gesamtzahl der ausstehenden Anteile berechnet, gilt das auch für Kryptowährungen.

Es macht keinen Unterschied, ob eine Coin bei 10 US-Dollar je Einheit und 1 Million Einheiten am Markt steht oder ob dieselbe Coin 100 US-Dollar kostet und 100.000 Einheiten im Umlauf sind. Deshalb ist es sinnvoller, für die Investitionsentscheidung die Marktkapitalisierung heranzuziehen als den Preis. Je höher die Marktkapitalisierung einer Coin, desto besser eignet sie sich als Investment.

Tipp 7. Ein Hinweis zu Crowdsales und ICOs

Bei einem ICO (Initial Coin Offering) geben Start-ups der Allgemeinheit über einen Crowdsale die Möglichkeit, früh in ihre Idee zu investieren. Im Gegenzug erhalten diese Anleger Token zu einem niedrigeren Preis – verbunden mit dem Versprechen, sie nach dem Listing an einer Börse deutlich teurer verkaufen zu können.

Die Zeit hat gezeigt, dass ICOs sehr erfolgreich sein können: Es ist dokumentiert, dass einige Token am Ende ein Vielfaches der prognostizierten Renditen wert waren.

Doch wo ist der Haken, wirst du fragen …

ICOs haben unzählige Anleger angezogen, ganz klar wegen der außergewöhnlichen Renditen. Ebenso viele ICOs entpuppten sich allerdings als reiner Betrug. Menschen haben Investitionen in Millionenhöhe verloren.

Wer in ein ICO investieren will, muss mehr als vorsichtig sein. Zu wissen, wann man in ein ICO investieren sollte und wann nicht, ist keine Raketenwissenschaft; es geht vielmehr darum, genau auf jene Details zu achten, die die meisten übersehen, weil sie nur auf die versprochenen Renditen starren.

Überprüfe die Hintergründe des Teams hinter dem Projekt und beurteile, ob es sein Versprechen überhaupt einlösen kann. Sieh dir außerdem an, wie tragfähig die Idee hinter dem ICO ist, suche im Whitepaper des Projekts gezielt nach Schwachstellen und hake nach, wo es nötig ist.

So bleibt nichts unbeachtet – und wenn du am Ende immer noch Zweifel an dem Projekt hast, fährst du besser damit, die Chance auf ein Investment in dieses ICO einfach auszulassen.

Tipp 8. Kurz gesagt für Altcoin-Investoren

Viele Altcoins verlieren über einen bestimmten Zeitraum an Wert, manchmal in ungewöhnlich kurzer Zeit. Deshalb ist es entscheidend zu verstehen: Wenn du einen Altcoin langfristig hältst, achte darauf, ihn nicht zu lange zu halten.

Eines der besten Maße für Coins, die sich für langfristige Investments eignen, ist das tägliche Handelsvolumen. Je höher das tägliche Handelsvolumen, desto besser eignet sich ein Wert für ein langfristiges Investment.

Wenn du mit Kryptowährungen langfristig planst, denk über einige der folgenden Coins nach: Ethereum (ETH), Factor (FCT), Monero (XRM) und Dash. Sie weisen an verschiedenen Börsen weltweit ordentliche Handelsvolumina auf.

Behalte außerdem die Charts dieser Coins im Blick und achte auf die verschiedenen Kursausschläge – die Muster können dir zeigen, in welchen Phasen man eine Coin verkauft oder kauft.

Tipp 9. Streuen, streuen und nochmals streuen!

Investments sind unberechenbar; selbst solche, die scheinbar endlose Renditen versprechen, können unter bestimmten wirtschaftlichen Bedingungen in sich zusammenfallen. Kryptowährungen sind noch launischer.

So sehr du an einem Tag oder in noch kürzerer Zeit Gewinne in Tausenderhöhe machen kannst, so sehr gilt auch das Gegenteil. Du kannst alles, was du in digitale Werte gesteckt hast, in Sekundenbruchteilen verlieren. Der beste Weg, mit solchen Unsicherheiten umzugehen, ist deshalb Diversifikation.

Wie ich vorhin erwähnt habe, hängt der Wert aller übrigen Coins vom Wert des Bitcoin gegenüber dem US-Dollar ab. Verliert BTC gegenüber dem Dollar an Wert, verlieren auch alle anderen Coins – und umgekehrt. Daran siehst du klar: Dein Portfolio nur über verschiedene Coins zu verteilen, reicht womöglich nicht aus, um dich gegen Bärenmärkte abzufedern.

Erinnerst du dich, als Bitcoin Ende 2017 / Anfang 2018 sein Allzeithoch erreichte? Alle wussten, der beste Weg sei, so viele digitale Währungen wie möglich zu kaufen, um gegenüber dem Dollar an Wert zu gewinnen.

Ein volatiler Basiswert wie Bitcoin bringt allerdings seine eigenen Schwierigkeiten mit sich, wie du in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 gesehen haben dürftest. Bitcoin hat viele Menschen in kürzerer Zeit reich gemacht als jedes andere bekannte Investment in seiner Geschichte. Es sind tatsächlich Millionäre entstanden – und was die meisten nie zu begreifen scheinen: Viele Menschen haben dabei auch Geld verloren.

Und mitten in alldem hat es die Währung geschafft, ihre Marktkapitalisierung allein im vergangenen Jahr um mehr als das Dreißigfache zu steigern.

Das heißt: Trader dürfen Bitcoin ruhig als Basiswert behalten, müssen aber auch begreifen, dass der Wert des Dollars nicht zu vernachlässigen ist. Du musst weg von ein und derselben Anlageart hin zu verschiedenen Bereichen diversifizieren, um dein Risiko zu streuen.

Es gibt ebenso vernünftige Investments, die deutlich weniger riskant sind als Kryptos: Immobilien, Investmentfonds, Aktien und einiges mehr.

Tipp 10. Der Supertipp!

Dieser letzte Tipp liefert dir praktische Schritte, die du sofort in deinem Trading umsetzen kannst.

Nutze die Zielsetzung über Verkaufsorders: Lege deine Gewinnziele fest, indem du Verkaufsorders ins Orderbuch stellst. Man weiß nie, wann dein Orderkurs erreicht wird und dir genau das einbringt, was du gebraucht hast. Außerdem fallen bei Verkaufsorders geringere Handelsgebühren an.