Warum überhaupt Transaktionsgebühren anfallen
Transaktionsgebühren gehören seit den Anfängen zu fast jedem Blockchain-System. Auch Sie haben vermutlich schon Gebühren bezahlt, wenn Sie Krypto versendet, eingezahlt oder abgehoben haben.
Dass die allermeisten Kryptowährungen Transaktionsgebühren erheben, hat zwei wichtige Gründe. Erstens verringern Gebühren die Menge an Spam im Netzwerk und machen groß angelegte Spam-Angriffe teuer und aufwendig. Zweitens sind sie ein Anreiz für all jene Nutzer, die beim Prüfen und Bestätigen von Transaktionen helfen. Sie können Transaktionsgebühren also als Belohnung dafür verstehen, dass jemand das Netzwerk unterstützt.
Auf den meisten Blockchains fallen die Gebühren recht niedrig aus, je nach Netzwerkauslastung kann es aber auch sehr teuer werden. Wie viel Sie als Nutzer zu zahlen bereit sind, entscheidet darüber, wie vorrangig Ihre Transaktion in den nächsten Block aufgenommen wird. Je höher die Gebühr, desto schneller die Bestätigung.
Transaktionsgebühren in der Blockchain
Bitcoin, das erste Blockchain-Netzwerk der Welt, hat den Standard gesetzt, an dem sich heute viele Kryptowährungen bei den Transaktionsgebühren orientieren. Satoshi Nakamoto erkannte, dass Gebühren das Netzwerk vor massiven Spam-Angriffen schützen und redliches Verhalten belohnen würden.
Bitcoin-Miner erhalten Transaktionsgebühren im Rahmen des Prozesses, bei dem sie durch das Bestätigen von Transaktionen einen neuen Block erzeugen. Der Pool mit den noch unbestätigten Transaktionen heißt Speicherpool (Mempool). Naturgemäß bevorzugen Miner dabei Transaktionen von Nutzern, die beim Senden ihrer BTC an eine andere Bitcoin-Wallet eine höhere Gebühr zahlen.
Wer das Netzwerk in böser Absicht ausbremsen will, muss deshalb ebenfalls für jede Transaktion zahlen. Setzt er die Gebühr zu niedrig an, werden die Miner seine Transaktionen wahrscheinlich ignorieren. Hält er sie dagegen auf einem angemessenen Niveau, wird der Angriff diesmal sehr teuer. Transaktionsgebühren wirken damit als einfacher, aber wirksamer Spamfilter.
