Was ist ein Candlestick-Chart?

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Candlestick-Charts bilden einen bestimmten Zeitraum ab und gehören zu den Methoden der technischen Analyse, mit denen sich der aktuelle Trend einschätzen lässt. Sie entstehen, indem neben dem Tiefst- und Höchstkurs auch der Eröffnungs- und der Schlusskurs berücksichtigt werden. Da Kryptowährungen keine festen Handelszeiten mit Eröffnung und Schluss haben, ergibt sich die Kursspanne aus dem gewählten Zeitrahmen.

Candlestick-Charts bestehen aus Rechtecken, die als Körper bezeichnet werden. Zusammen mit den Linien an diesen Körpern entsteht eine kerzenähnliche Form – daher der Name Kerzenchart. Sie eignen sich für kurz-, mittel- und langfristige Analysen.

Candlestick-Charts zeigen auf einen Blick, ob sich der Markt in einem Auf- oder Abwärtstrend befindet. Steigende und fallende Kurse werden über die Farbe der Kerze dargestellt: Eine Kerze mit Aufwärtsbewegung ist grün, eine mit Abwärtsbewegung rot.

Wie werden Candlestick-Charts in der technischen Analyse eingesetzt?

Im Vergleich zu anderen Chartarten liefern Candlestick-Charts auf einen Blick deutlich mehr Informationen. In diesen Charts, die die Kurse eines bestimmten Zeitraums abbilden, werden Kursveränderungen durch Farben für Auf- und Abwärtsbewegungen ausgedrückt.

Neben dem Kursverlauf sind auch Eröffnungs- und Schlusskurs entscheidend. Da der Kryptomarkt rund um die Uhr geöffnet ist und keine festen Eröffnungs- und Schlusszeiten kennt, lassen sich Anfangs- und Endkurs des gewählten Zeitrahmens als Eröffnung und Schluss behandeln.

Welche Candlestick-Formationen werden am häufigsten genutzt?

Um die Aussage einzelner Kerzen zu deuten, gibt es im Chart verschiedene Formationen. Hammer und umgekehrter Hammer zählen zu den am häufigsten verwendeten. Grundsätzlich lassen sich Candlestick-Formationen in zwei Kategorien einteilen: bullische und bärische Muster.

Bei bullischen Mustern tendiert der Chart nach oben, und die Schlusskurse liegen in der Regel über den Eröffnungskursen. Bei bärischen Formationen fallen die Werte im Chart, die Schlusskurse liegen unter den Eröffnungskursen.

Hammer

Von einem Hammer spricht man, wenn der untere Docht einer Kerze mindestens doppelt so lang ist wie ihr Körper. Er entsteht, wenn der Kurs im Chart sein Tief erreicht und anschließend nach oben abprallt. Dreht eine Kryptowährung an ihrem Tiefpunkt, bildet sich in ihrem Chart eine hammerförmige Kerze.

Umgekehrter Hammer

Der umgekehrte Hammer ist das Spiegelbild des Hammers. Der Docht liegt oberhalb des Körpers und ist länger als dieser. Ein umgekehrter Hammer beschreibt die Situation, in der der Kurs einer Kryptowährung nach oben läuft, dort abprallt und anschließend wieder fällt.